PFAS in Getreideprodukten: Warum wir handeln müssen
Bis 31.12.2025 Petition unterschreiben!
Worum geht’s:
Eine neue Untersuchung von PAN Europe zeigt ein ernstes Problem: In vielen Getreideprodukten des täglichen Bedarfs – darunter Mehl, Brot, Frühstücksflocken und Nudeln – wurden hohe Konzentrationen der „Ewigkeitschemikalie“ TFA (Trifluoressigsäure) gefunden. TFA ist ein extrem langlebiges Abbauprodukt bestimmter PFAS-Pestizide und gilt als reproduktionstoxisch. PFAS wiederum sind synthetische Chemikalien, die unter anderem in manchen Pestiziden eingesetzt werden. Sie bauen sich kaum ab, verbreiten sich über Wasser und Luft und können so in Boden, Pflanzen und schließlich in Lebensmitteln landen.
Von den 66 getesteten Getreideprodukten aus 16 europäischen Ländern enthielten über 80% TFA. Teils lagen die gemessenen Werte deutlich über dem, was für ähnliche Schadstoffgruppen zulässig wäre. TFA wird bislang nicht systematisch überwacht, es existieren keine spezifischen Höchstgehalte – das ist ein regulatorisches Vakuum, das Verbraucher*innen ungeschützt lässt.
Wie gelangt TFA in Lebensmittel?
TFA entsteht beim Abbau bestimmter PFAS-haltiger Pestizide. Diese Stoffe sind hoch mobil, gelangen in Böden und Grundwasser und werden von Pflanzen aufgenommen. Dadurch taucht TFA auch dort auf, wo kein solcher Wirkstoff ausgebracht wurde.
Der ökologische Landbau verzichtet vollständig auf synthetische Pestizide, dennoch können Bio-Produkte in geringem Umfang betroffen sein – schlicht, weil PFAS sich über Luft und Wasser verbreiten. Das zeigt: Wir haben es mit einem systemischen Umweltproblem zu tun, das nicht an Feldgrenzen Halt macht. Und für das es nur eine systemische, sprich: politische Lösung geben kann.
PFAS sind hoch mobil, gelangen in Böden und Grundwasser und werden von Pflanzen aufgenommen.
Warum das ein politisches Thema ist
Die Studie macht deutlich, dass ein großes Überwachungsdefizit besteht: Behörden erfassen TFA in Lebensmitteln bislang nicht routinemäßig, und es fehlen verbindliche Grenzwerte. Gleichzeitig werden PFAS-haltige Pestizide weiterhin eingesetzt – mit Folgen für Böden, Wasser und schließlich unsere Ernährung.
Solange die Politik nicht handelt, bleiben sogar selbst vorsorgende Anbausysteme wie der Ökolandbau dem Risiko von Umweltkontaminationen ausgesetzt.
Petition: Raus aus der Pestizid-Ära
Das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft fordert deshalb einen verbindlichen Ausstiegsplan aus chemisch-synthetischen Pestiziden, ein Verbot besonders langlebiger Wirkstoffe und wirksame Maßnahmen gegen Abdrift.
Diese Forderungen sind vor dem Hintergrund der PAN-Studie dringender denn je.
👉 Die Petition läuft noch bis 31. Dezember – jede Stimme zählt:
https://enkeltauglich.bio/start/aktiv-werden/clean-politics/
ODER
https://weact.campact.de/petitions/raus-aus-der-pestizid-ara
Der Ökolandbau zeigt, dass eine Landwirtschaft ohne chemisch-synthetische Pestizide möglich ist. Doch solange Stoffe wie PFAS weiterhin in die Umwelt gelangen, bleibt niemand vollständig geschützt – weder Betriebe noch Verbraucher*innen.
Ackergifte haben in einer enkeltauglichen Landwirtschaft keinen Platz.
Jetzt ist der Moment, das politisch einzufordern.
Der ökologische Landbau verzichtet vollständig auf synthetische Pestizide, dennoch können Bio-Produkte in geringem Umfang betroffen sein – schlicht, weil PFAS sich über Luft und Wasser verbreiten.