“Nicht aufgeben. Weitermachen.”

Der Verband Ökokiste e.V. auf der Demo “Wir haben es satt!” in Berlin.

Eine Einschätzung von Martina Schmid, Geschäftsstelle Ökokiste e.V.

Am 18. Januar haben wir vom Verband Ökokiste uns in die Reihen der Protestierenden für eine verbesserte Agrarwirtschaft eingereiht und zusammen mit rund 27.000 Menschen und 170 Traktoren im Berliner Regierungsviertel lautstark demonstriert. Denn auch nach zehn Jahren hat die Veranstaltung nichts von ihrer Aktualität verloren, im Gegenteil: Der Baustellen und Diskussionsthemen sind heute mehr denn je. Denn noch immer wird unsere Vision einer menschen-, tier- und umweltgerechten Landwirtschaft von politischer Seite als romantisierendes, weltfremdes Ideal abgetan. 

Überlebensfähiger Öko-Landbau

Neben „Öko-Hardlinern“ hat beim anschließenden Soup & Talk auch ein Vertreter von „Land schafft Verbindung“ gesprochen – ich persönlich fand ihn in seiner unaufgeregten, authentischen Art, in der er für Zusammenarbeit geworben hat, sehr überzeugend, auch wenn er selbst mit seinen Versuchen, überlebensfähigen Öko-Landbau zu betreiben, bisher gescheitert ist. Bleibt zu hoffen, dass er und seine Berufskolleg*innen, die guten Willens sind, mit Unterstützung durch eine adäquate Agrarpolitik auch noch irgendwann die mentale und praktische Umstellung auf Bio schaffen – und damit sich und seine Familie damit satt zu bekommen! Genug Positivbeispiele gibt es ja.

Wir wollen unseren Beitrag leisten

Für uns stellt sich bei Anlässen wie diesen immer wieder die Frage: Stürzt man in Anbetracht der aktuellen, oft scheinbar aussichtslosen Situation in tiefste Verzweiflung – oder packt man es trotzdem immer wieder an und kämpft gemeinsam weiter für eine bessere Welt, im Kleinen wie im Großen? Ich habe mich in Berlin für Letzteres entschieden. Nicht aufgeben. Weitermachen. Einzelne können viel bewegen – eines der leuchtenden Beispiele der jüngsten Zeit ist Greta Thunberg. Wir als Ökokiste wollen unseren Teil dazu tun! Ihr auch?