Zucchini: Vielseitiges Fruchtgemüse

 
Saison

Von Juni bis Oktober

Herkunft

Ursprünglich stammten Zucchini aus Latein- und Südamerika sowie aus Westindien. Heute werden sie vorwiegend im Mittelmeerraum angebaut, aber natürlich findet man sie auch auf deutschen Feldern.

Aussehen

Hierzulande sind besonders dunkelgrüne, längliche Zucchini verbreitet, doch gibt es Zucchini in den verschiedensten Farben und Formen: gelb oder cremefarben, gefleckt, hellgrün, rund, länglich oder in Formen, die eher an ihren engen Verwandten, den Kürbis, erinnern. Die Pflanzen fallen durch ihre großen, mittelgrünen Blätter auf, die üppig bis auf ca. Kniehöhe wachsen, jedoch weniger stark zu Ranken neigen als Kürbis. Sie bilden männliche und weibliche, große, gelbe Blüten, wobei nur die weiblichen Früchte tragen. Erntet man sie bis zu einer Länge von etwa 20 Zentimetern, schmecken sie sehr mild und sind zart im Biss. Lässt man sie länger wachsen, erreichen sie die Größe von Kürbissen.

Was drinsteckt

Zucchini bestehen zum Großteil aus Wasser, sind leicht bekömmlich und eignen sich so auch gut für Diäten und Schonkostkuren. Vitamine, wie Vitamin A, Vitamin B1, B2, B6, Vitamin C und Folsäure, sowie Mineralstoffe und Spurenelemente, wie Kalium, Phosphor, Calcium, Eisen, Selen, Mangan und Zink, zählen zu den wertvollen Eigenschaften dieser Früchte.

Gut zu wissen

Die Zucchini ist eine Unterart des Gartenkürbisses. Diese enge Verwandtschaft wird in der italienischen Bezeichnung des Gemüses deutlich: Zucca, der Kürbis. Die Verkleinerungsform ist dann der Zucchino, also auch sprachlich ein kleiner Kürbis.

Wichtig ist: Schmecken Zucchini bitter, dürfen sie nicht verzehrt werden, dann können sie nämlich Vergiftungen hervorrufen mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, bis hin zu schwerwiegenden Darmschäden. Verantwortlich sind dann die so genannten Cucurbitacine, Bitterstoffe, die die Magen- und Darmschleimhaut angreifen. Sie können durch unbeabsichtigte Kreuzungen mit Zierkürbispflanzen oder durch Rückkreuzungen bei selbstgezogenem Samen entstehen. Also vor dem Verarbeiten immer zur Sicherheit ein kleines Stückchen der Zucchini testen.

Tipps für die Küche

Zucchini sind die Chamäleons der Küche: Mit ihrem extrem milden, nussigen Aroma können sie auf unendlich viele verschiedene Arten zubereitet werden und harmonieren mit so gut wie allen Aromen. Zur Verarbeitung die Zucchini waschen, den Stiel und eventuell angeschlagene Stellen wegschneiden. Dann, je nach Größe des Fruchtgemüses, der Länge nach aufschneiden oder als Ganzes in kleine Scheiben oder Stücke schneiden. Danach nur kurz in wenig Wasser garen (ca. 3 –5 Minuten) oder mit etwas Olivenöl von beiden Seiten anbraten. Aber auch im Ofen, vom Grill, gefüllt mit Reis oder mit Käse überbacken gelingen Zucchini hervorragend. Auch als Rohkost kann man sie gut genießen. Mit anderen Gemüsesorten wie roten Paprika, Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch eignet sich Zucchini bestens für Ratatouille, Quiches und weitere Gemüsegerichte – und auch Kuchen bekommt durch Zucchini eine besondere Note. Ein besonderer Hingucker sind frittierte oder gefüllte Zucchini-Blüten.

Unsere Zucchini-Rezepte 

Bilder: Ökokiste e.V. / AmperhofLotta Karotta