Basenfasten: Obst und Gemüse fürs Wohlbefinden

Die Fastenzeit rückt näher und mit ihr bei vielen Menschen der Wunsch, eine Zeitlang auf etwas zu verzichten um so das eigene Bewusstsein zu schärfen oder einfach gesünder zu leben. Wie man das macht, ist natürlich jedem selbst überlassen – was Körper und Seele guttut, hängt von der individuellen Situation, dem Lebensalltag und den eigenen Bedürfnissen ab. Wichtig ist aber aus unserer Sicht: Fasten sollte nicht nur purer Verzicht sein, sondern eine Möglichkeit, sich durch ein „Weniger“ zu stärken.

Wir möchten Euch das Basenfasten vorstellen, das Fasten mit Obst und Gemüse. Die Säure-Basen-Balance kommt ins Gleichgewicht, gleichzeitig könnt Ihr Euch satt essen – an Lebensmitteln, die basisch verstoffwechselt werden. Und weil es beim Fasten für unser Verständnis in erster Linie darum geht, eine Auszeit vom Alltag zu nehmen und damit das eigene Bewusstsein für Körper und Seele zu schärfen, sollte beim Basenfasten so wenig Stress wie möglich im Spiel sein. Ausreichend Schlaf ist wichtig und moderate Bewegung: jeden Tag mindestens eine halbe Stunde.

Warum Basenfasten?

Lebensmittel werden basisch, sauer oder neutral verstoffwechselt, das heißt bei der Verwertung im Körper entstehen entsprechende Abbauprodukte. Der pH-Wert eines Lebensmittels sagt allerdings nichts darüber aus: Es gilt also nicht „sauer gleich sauer“. Zitrusfrüchte etwa fallen unter basische Lebensmittel.

Wissenschaftlich ist umstritten, ob unsere teils sehr säurebildende Ernährung tatsächlich zu einer bedenklichen Übersäuerung führt. Es gibt jedoch Hinweise dafür, dass eine überwiegend säurebildende Ernährung den Körper auf Dauer belasten kann. Wieso also nicht einmal kurze Zeit auf die Säurebildner verzichten und schauen, was mit dem eigenen Körper und Wohlbefinden passiert?

Basenfasten bietet dafür den perfekten Einstieg – denn die Grundlage ist eine Ernährung, die auf dem überwiegenden Genuss von Obst und Gemüse basiert.

Wie funktioniert’s?

Die klassische Basenfasten-Kur sieht eine Woche Einstimmung und Vorbereitung, eine Woche intensives Basenfasten und eine Woche Ausklingen vor. Wer das durchhält und das Bedürfnis hat, sich daran zu halten, kann das natürlich durchziehen. Eine kürzere Zeitspanne, vielleicht auch nur einzelne Fastentage, können aber für den einen oder anderen auch schon das Richtige sein. Ziel ist es, ein Gespür zu entwickeln, was einen stärkt und wodurch man Vitalität gewinnt.

Smoothies sind eine leckere Alternative fürs Basen-Frühstück

Aber nun zum Wichtigsten: Was darf noch auf den Tisch? Basenbildner sind im Prinzip alle Obst- und Gemüsesorten mit wenigen Ausnahmen wie etwa Rosenkohl, Spargel oder Artischocken. Kräuter, Pilze, Keimlinge, Nüsse (außer Erd- und Haselnüssen) werden ebenfalls basisch verstoffwechselt. Zu den sauren Lebensmitteln zählen alle tierischen Eiweiße aus Fleisch, Fisch, Schalentieren, Ei, Milch und Milchprodukten, alle Getreidearten und Getreideprodukte wie Brot, Nudeln und alle Sorten von Gebäck, Zucker und alle Süßigkeiten, Hülsenfrüchte (gekeimt verstoffwechseln sie basisch), Kaffee, Schwarztee, grüner Tee, weißer Tee, Früchtetee, Limonaden und Alkohol. Neutrale Lebensmittel sind alle Öle, mit Ausnahme von Erdnussöl. Die Grundregel ist einfach: Basische und neutrale Lebensmittel sind erlaubt, auf saure wird für den Zeitraum des Basenfastens verzichtet.

Ein typischer Basenfasten-Tag könnte zum Beispiel so aussehen:

Zum Frühstück gibt es Obst, Nüsse und Samen – alles, was Saison und Region hergeben. Smoothies sind eine gute Abwechslung. Mittags kommt ein großer Salat auf den Tisch mit Olivenöl und Apfelessig oder Zitronensaft – oder auch ein Gericht mit jeder Menge gedünstetem Gemüse. Ab 14 Uhr ist Schluss mit Rohkost, dazu zählen dann auch rohe Säfte, und am Abend isst man noch eine leicht verdauliche Gemüsesuppe. Ab 18 Uhr gibt es nur noch Wasser und Kräutertees, gern auch spezielle Basentees. Ohnehin ist es wichtig, den ganzen Tag über viel zu trinken, zwei bis drei Liter Wasser und Tee sollten es schon sein. Fachleute empfehlen begleitend eine Darmreinigung um die Stoffwechselschlacken auszuscheiden und so die positive Wirkung zu unterstützen. Wenn einen der kleine Hunger zwischendurch quält, greift man am besten zu Trockenfrüchten, etwas Obst oder Nüssen – oder versucht ihn erstmal mit einem Glas Wasser zu vertrösten.

Das Beste mitnehmen

Nach dem Basenfasten gilt es, sich das Beste davon zu bewahren: Nicht gleich wieder in den hektischen Alltag starten, Haken dran und zurück zu alten Gewohnheiten. Im besten Fall realisiert man, dass eine auf Obst und Gemüse basierende Ernährung – selbstverständlich bio und möglichst regional – gut tut und integriert sie in den Alltag.

Einige Ökokisten-Betriebe bieten spezielle Aktionen rund um eine basenreiche Ernährung an, das geht von einem Fastensortiment über Koch- bis hin zu Onlinekursen – schaut doch mal nach, lasst Euch von den angebotenen Produkten inspirieren und trefft in Online-Kursen gegebenenfalls auf Gleichgesinnte. Und falls Deine Ökokiste kein spezielles Fastenangebot hat: Mit einer üppig gefüllten Gemüsekiste, die sowohl das ein oder andere Fleischgericht ersetzen als auch eine gesunde Snack-Alternative zu Chips und Schokolade sein kann, kann euch jeder Ökokisten-Betrieb versorgen!

Bilder: Ökokiste e.V. / Höhenberger Biokiste