Radieschen: Öfter mal ein Knöllchen

 
Saison

Ab April den ganzen Sommer bis Oktober.

Herkunft

Das Radieschen, auch Radies genannt, ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse. Der deutsche Name leitet sich von lat. radix = Wurzel ab.

Wie bei vielen anderen Gemüsesorten ist gar nicht ganz klar, woher das Radieschen ursprünglich eigentlich stammt. Wilde Formen der Pflanze kommen jedenfalls in Vorderasien wie auch in China vor. Den Sprung nach Europa machte das Radieschen vor ungefähr 400 Jahren und gedeiht hier prächtig. Deshalb zählt es auch zu den Gemüsesorten, die man bestens regional kaufen kann: 85 Prozent der in Deutschland verzehrten Radieschen stammen aus heimischem Anbau – entweder aus Gewächshaus- oder Freilandkultur.

Aussehen

Schnell beschrieben: klein und rund, außen rot, innen weiß, die Blätter sind tiefgrün. So weit der Klassiker. Mehr und mehr kommen aber auch längliche Sorten in den Handel, mit rot-weißen Farbverläufen oder sogar ganz weiße Sorten. Beim Kauf solltet ihr darauf achten, dass die Knollen schön prall und knackig sind, man sollte sie nicht eindrücken können.

 

Radieschen sind im Übrigen nicht nur unter der Erde attraktiv. Weil man sie aber in der Regel erntet, bevor sie wachsen und blühen, wissen die meisten von uns gar nicht, wie Radieschen “obenrum” aussehen: Ihre Blüten sind zartrosa und die Blätter tiefgrün, mit kräftigen Stielen. 

 
Was drinsteckt

Radieschen bestehen zu 94 Prozent aus Wasser und enthalten mit 14 Kilokalorien pro 100 Gramm extrem wenige Kalorien. Der scharf-bittere Radieschen-Geschmack stammt von so genannten Senfölen und soll, gemeinsam mit den enthaltenen Ballaststoffen, für eine gute Sättigung sorgen. Deshalb sind die scharfen, knackigen Knöllchen ideal für alle Diäten. In der Volksheilkunde werden Radieschen bei Leberleiden, Gallensteinleiden und rheumatischen Erkrankungen eingesetzt. Sie sind außerdem reich an Vitamin C, Eisen und Magnesium. Zudem wird angenommen, dass die zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe gehörenden Senföle sogar vor Krebs schützen.

Tipps für die Küche

In Scheiben oder Streifen geschnitten oder geraspelt werden die Knollen der Radieschen roh verzehrt. Sie können Salaten beigemischt oder aufs Brot gelegt werden. Salz mildert den etwas scharfen Geschmack. Aber nicht nur die Knolle überzeugt auf dem Teller. Auch das Blattgrün des Radieschens kann gegessen werden: Als Pesto verarbeitet gibt es Nudelgerichten ein tolles Aroma. Ihr könnt die Blätter auch ähnlich wie Spinat verarbeiten, etwa mit Zwiebeln und Knoblauch andünsten oder aber auch einer Creme-Suppe beigeben. Mehr Tipps zur Verwendung von Gemüse-Grün findet Ihr in unserem Artikel „Zu wertvoll für den Müll“.

Es lohnt sich auch aus einem weiteren Grund, Radieschen mit Blattgrün zu kaufen. Werden Euch die Knollen mal etwas alt und sind sie nicht mehr so knackig, legt ihr das Grün für zwei bis drei Stunden ins Wasser – und schon sind Eure Radieschen wie neu!

Unsere Radieschen-Rezepte:

 

Gnocchi mit Radieschen-Pesto und buntem Salat

Bilder: Ökokiste Kirchdorf / Ökokiste e.V.